BVHD - Bundesverband der Verwaltungsbeamten des höheren Dienstes in Deutschland e.V.

unsere Anliegen

Der Bundesverband der höheren Verwaltungsbeamten vertritt die berufsständischen Interessen seiner Mitglieder gegenüber Staat und Gesellschaft. Er setzt sich ausschließlich für die Belange der Verwaltungsbeamten/Verwaltungsbeamtinnen des höheren Dienstes, sowie der dem höheren Dienst entsprechenden Angestellten in den Verwaltungen ein, da diese Führungskräfte naturgemäß unter den dort Beschäftigten nur eine Minderheit darstellen, der von den großen Berufsverbänden nicht die ihr zustehende Bedeutung beigemessen wird. Der Bundesverband artikuliert sich insbesondere gegenüber den politischen Mandatsträgern, gesellschaftlichen Gruppierungen und gegenüber staatlichen und kommunalen Verwaltungen. Ein besonderes Anliegen ist dem Bundesverband und seinen Mitgliedsverbänden die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der öffentlichen Verwaltung in den neuen Bundesländern.
Der Bundesverband bemüht sich, die Laufbahn der höheren Verwaltungsbeamten in ihrer grundgesetzlich verankerten Form politisch unabhängig und dem Gemeinwohl verpflichtet zu erhalten und für die jüngeren Kolleginnen und Kollegen attraktiv zu gestalten.

unsere Ziele

Im Einzelnen verfolgen der Bundesverband der höheren Verwaltungsbeamten und die ihm angeschlossenen Verbände bei ihrer berufsständischen Arbeit folgende Ziele:

  • Bekenntnis zu einem, dem freiheitlich-demokratischen Staat verpflichteten, modernen und unabhängigen Berufsbeamtentum im Sinne des Grundgesetzes. Qualifizierte hoheitliche Aufgaben können von den Beamtinnen und Beamten des höheren Dienstes nur erfüllt werden, wenn sie ihre Aufgaben unabhängig von Interessengegensätzen oder politischen Richtungskämpfen wahrnehmen.
  • Dynamische Gestaltung und Fortentwicklung des öffentlichen Dienstrechts, das dem gesellschaftlichen Umfeld und der sozialen Wirklichkeit Rechnung trägt. Dabei bemüht sich der Verband um die Förderung der beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Verwaltungsbeamten/Angestellten des höheren Dienstes.
  • Dem Leistungsprinzip muß bei der Ausgestaltung des Dienst- und Besoldungsrechts größere Beachtung beigemessen werden. Der Verband wendet sich gegen jede Form der Nivellierung und gegen eine Abwertung des höheren Dienstes, sowie gegen eine Politisierung der Verwaltung. Die Besoldungsstruktur ist in erster Linie leistungsorientiert zu gestalten und muß gegenüber dem Gehaltsniveau der Wirtschaft auch im Interesse der Gewinnung eines qualifizierten Nachwuchses konkurrenzfähig sein.
  • Moderne, vorausschauende und nachvollziehbare Personalplanung, die über eine bloße Stellen- und Ausgabenplanung hinausgeht. Insbesondere ist in der öffentlichen Verwaltung eine, in der Privatwirtschaft in der Regel selbstverständliche, Führungskräfteplanung einzuführen. Einer verbesserten Ausbildung im Sinne der Anforderungen einer neuzeitlichen öffentlichen Verwaltung und einer entsprechenden Fortbildung, die neben Fachwissen auch Führungsverhalten vermitteln soll, kommt dabei besonderes Gewicht zu. Die derzeitigen Fortbildungsmöglichkeiten sind auszubauen und müssen den wissenschaftlichen, technischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen Rechnung tragen.
  • Objektivierung des Beurteilungssytems und Verbesserung der Beurteilungsmaßstäbe für den höheren Dienst. Selbständigkeit, Initiative, Leistungsvermögen und Verantwortungsbereitschaft müssen dabei gefördert werden. Beförderungen sollen von der erfolgreichen Wahrnehmung verschiedener Aufgaben, die nach objektiven Kriterien bewertet wird, abhängig sein.
  • Mobilität und Einsatzbereitschaft sind für den Aufbau leistungsfähiger Verwaltungen in den neuen Bundesländern unerläßlich. Mobilität, die von den Angehörigen des höheren Dienstes und ihren Familien auf Grund des Ortswechsels oftmals erhebliche Opfer verlangt, muss entsprechend entlohnt werden.
  • Das System der Laufbahngruppen hat sich zwar bewährt; der Verband setzt sich aber für eine zeitgemäße Fortentwicklung ein. Für die Laufbahngruppe des höheren Dienstes wird in der Regel eine Ausbildung an einer Universität oder Technischen Hochschule für erforderlich gehalten. Der Verband bekennt sich zur Durchlässigkeit der Grenzen der Laufbahngruppen auf Grund nachgewiesener Leistung. An die Qualifikationsnachweise sind Anforderungen zu stellen, die inhaltlich mit den Anforderungen für den regulären Laufbahneinstieg vergleichbar sind.
  • Der Verband hält die Einheit von Besoldung und Versorgung für zwingend. Die Beamtenversorgung ist als eigenständiges System sinnvoll und erhaltenswert; sie entspricht dem Alimentationsprinzip. Eine Selbstbeteiligung der Beamten zur Versorgung würde eine sachwidrige Trennung von Status und Versorgung darstellen.